Henosis
Meine Geschichte trägt den Namen Henosis (ἕνωσις). Das ist Altgriechisch und bedeutet so viel wie „Vereinigung“ — ein Wort mit philosophischen und mystischen Hintergründen. Aber mehr dazu im Buch.
Ich benutze in meiner Erzählung Neopronomen für alle Personen. Nach langer Überlegung habe ich mich für dey entschieden, also dey, den, dem und deren. Es wird zwar als faule Verenglischung kritisiert, aber für mich war gerade dieses allgemein Vertraute in den Deklinationen der Grund — dey schleicht sich durch die Hintertür der Gewohnheit ein.
Die Entscheidung für Neopronomen war für mich weder politisch noch anderweitig motiviert. Ich dachte: Wenn wir schon zwei- bis dreitausend Jahre in der Zukunft sind, dann sind wir vielleicht auch so weit, dass zumindest sprachlich das Geschlecht keine Rolle mehr spielt. Für mich war das ein spannendes Experiment.
Worum geht es? Die Geschichte erzählt von der Suche nach zwischenmenschlicher Verbindung einer jungen Person — verpackt in Space-Opera und Postcyberpunk, gewürzt mit ein wenig Sci-Fi-Horror.
Dieses Buch ist meinem Bruder gewidmet. Серёжа — для тебя!
Kurzes Update nach knapp einem Jahr (31.03.2026)
Die Version, die ich letztes Jahr angekündigt habe, hat nach dem ersten Lektorat einen kompletten Umbau erlebt. Jetzt stehe ich erneut vor dem Lektorat.
Was ich verändert habe? Die Protagonisten sind geblieben. Ich habe an den POVs gearbeitet und sie verändert, den Plot umgebaut — die Geschichte ist jetzt mehr ein Kammerspiel. Stimmung und Philosophie habe ich stärker ausgearbeitet.
Jetzt liegt das Manuskript bei Testlesern. Ach ja: Das Cover ist neu, und seit gestern steht auch der Klappentext fest.
Junô

Kann man das Eine berühren, ohne sich zu verlieren?
Vier Menschen stranden auf einem toten Planeten. Um sie herum: 35.000 Obelisken, die schweigenden Überreste einer vernichteten Zivilisation – und ein Signal, das alles verändert.
Jules, auf der Suche nach der ultimativen Verbindung zwischen Bewusstsein und Welt, riskiert das eigene Leben für eine Entdeckung, die die Grenzen des Menschlichen sprengt. Doch was in den Obelisken wartet, ist weder tot noch lebendig. Es erinnert sich nicht. Und es ist hungrig.
Zwischen Schuld und Sehnsucht, zwischen kühler Wissenschaft und dunkler Mystik, zwischen vier Menschen, die zueinanderfinden, und einer Macht, die über sie einen Ausweg sucht – erzählt Henosis von der gefährlichsten aller Fragen: Was geschieht, wenn die Verbindung, nach der wir uns sehnen, uns auslöscht?
Schreibe einen Kommentar